Aquaria
 
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Aquaria PDF Print E-mail
Written by Keksus   
Tuesday, 21 April 2009 02:21

 

Einleitung

Es gibt diese Tage, wo man nachdenklich wird und über den Sinn des Lebens nachdenkt. Für Naija, den Hauptcharakter von Aquaria, beginnt so auch ein Tag, der ihr gesamtes Leben verändern wird.


Der Einstieg

Zu Beginn von Aquaria wird man erstmal minutenlang auf den Bildschirm starren und die Grafikpracht genießen, während Naija einen in die Story einführt. Das Spiel ist komplett in 2D gehalten, aber die Grafik sieht trotzdem besser aus als in manch aktuellen 3D Spielen.

Nach ihrem - sehr gut gesprochenem - Monolog ist der Spieler dran und kann Naija steuern. Komplett mit der Maus, wenn man will. Denn im Spiel benötigt man die Tastatur hauptsächlich nur, um einige Menüs zu öffnen.

Während man nun eigentlich noch gar nicht weiß, was genau man machen soll, schwimmt man einfach die Höhlen entlang und kommt schon bald zum nächsten geskripteten Ereignis, wo man erneut der sehr guten Synchronisation lauschen kann. So wird man nach und nach in eine Geschichte gezogen, die ihresgleichen sucht. Nur leider braucht diese Geschichte etwas, um in Fahrt zu kommen. Wenn man aber zu Anfang etwas Geduld mitbringt, wird es sich lohnen.

 


Der weitere Verlauf - Forscherdrang von Nöten

Nachdem man nach dem kurzweiligem Bestaunen der Landschaft irgendwann Naijas Höhle erreicht, kommt leider ein weiteres Problem auf das Spiel zu: Man hat keine Ahnung, was genau man machen muss oder wo man hin soll. Von daher sollte man auch etwas Forschergeist mitbringen. Denn zu erforschen gibt es einiges. Und wenn man der Story auf die Schliche kommen will, muss man dies auch tun. Desweiteren werden forschende Geister mit Schätzen belohnt, die in der gesamten, riesigen und frei beschwimmbaren Welt verteilt sind. Doch es gibt noch einiges mehr zu entdecken. Das wichtigste sind dabei wohl die Zutaten, welche man sammeln und verarbeiten kann. Wer nicht lange rumprobieren will, sucht sich zu den Zutaten noch die passenden Rezepte. Diese sind allerdings nicht nötig, um das entsprechende Gericht zu zaubern. Wer auf gut Glück Zutaten zusammen mischt, wird auch Erfolge feiern können. Und das ist auch gar nicht so schwer, da man die Rezepte stehts nachvollziehen kann.
 
Und wo wir gerade von Forschen und einer riesigen Welt sprechen: Wer denkt, dass dadurch am Ende jede Ecke gleich aussieht, irrt. An jedem Felsen in Aquaria gibt es neue Details zu sehen. Ob das nun einfach nur ein grafisches Detail ist oder ein besonderer Gegner, den man nur an dieser einen Stelle findet, oder ein Miniboss, der einen besonderen Schatz bewacht. Es wird nie langweilig. Wer genügend von der Welt erkundet, findet vielleicht auch ein Lebewesen, welches ein Nest bewacht, in dem man ein Ei findet. Wenn man nun die entsprechende Notenfarbe des "Verse" singt, schlüpft das Ei und man erhält ein eigenes kleines Haustier, welches einem im Kampf unterstützt.

Der "Verse" selbst ist die Sache, um die es sich im gesamten Spiel dreht. Man kann ihn gewissermaßen mit "Der Macht" aus Star Wars vergleichen. Er fliesst durch alle Lebewesen und jedes Objekt von Aquaria. Naija hat die Fähigkeit die Noten des "Verse" zu singen und erhält nach und nach im Spiel die Fähigkeit, durch kurze Lieder ihre Form dauerhaft zu ändern. Das ist auch dringend nötig, denn ihre Hauptform ist im Kampf wie ein Stück Käse gegen ein stumpfes Messer. Sie hält eine Weile durch, doch irgendwann war's das mit ihr.
 
 
 
 

Naijas Wandelbarkeit

In ihrer Hauptform ist Naijas einzige Fähigkeit, die Noten zu singen. Das ist wichtig, weil man so an die bereits genannten Pets kommt oder Pflanzen öffnen kann, in denen sich Zutaten oder neue Rezepte verbergen. In ihrer 2. Form hingegen kann sie zwar nicht mehr singen, aber ganz schön Schaden austeilen. Wer jetzt wieder in die Ursprungsform zurückwechseln will, kann dies mit einem einfachem Knopfdruck tun.

Später im Spiel erhält man noch weitere Formen, welche jede ihre einzigartige Fähigkeit besitzt. Die zuvor erwähnten Notenfarben machen das ganze auch besonders einfach. Man muss sich nicht an Tönen orientieren, sondern an Farben. Wenn man das Gesangsmenü aufruft, werden die einzelnen Noten rund um Naija im Bild eingeblendet und jede besitzt ihre eigene Farbe. Nun geht man entweder mit der Maus über die gewünschte Note oder bewegt den Stick des Controllers in die entsprechende Richtung und die Note wird gesungen. Wenn man nun zum Beispiel eine Pflanze mit einer roten Knospe sieht, singt man einfach die Rote Note um sie zu öffnen. Wer jetzt bei den Liedern Angst bekommt, dass er das ganze nicht schnell genug machen kann, der sei beruhigt: Es ist egal wie lange man benötigt um die Noten zu singen, nur die Reihenfolge zählt.

 

Die Gegner

Einen weiteren Abschnitt in diesem Text will ich den Zwischengegnern widmen. Jeder hat in irgendeinem Spiel garantiert schonmal einen großen Gegner gesehen und ihn mit Dauerfeuer aus allen Rohren in die Knie gezwungen. In Aquaria würde man mit so einer Taktik weder einen Blumentopf gewinnen noch irgendwie im Spiel weiterkommen. Denn jeder Zwischengegner verlangt eine besondere Taktik. Und während man versucht diese Taktik rauszufinden, darf man sich an der enormen Größe der Gegner erfreuen. In deren Angesicht fühlt man sich sofort irgendwie machtlos.

 

Steuerung

Wie bereits erwähnt, kann man das Spiel komplett mit der Maus spielen. Allerdings werden auch Controller unterstützt. Leider haben die Entwickler dabei eine Stelle im Spiel verschlafen, welche mit dem Controller unmöglich zu lösen ist. Wer also mal nicht weiterkommt, sollte mal versuchen, ob er mit der Maussteuerung etwas machen kann, was mit dem Controller nicht funktioniert.

 

Umfang und Technik

Geringe Abwechslung kann man dem Spiel nie vorwerfen. Dafür sorgen allein schon die bereits erwähnten Details und Zwischengegner sowie die Geschichte. Doch das ist noch nicht alles. Denn die Welt von Aquaria ist in verschiedene Gebiete unterteilt, in denen überall ein eigener Stil vorherrscht. In den Offenen Gewässern kann man sich an einem tropischen Meeresstil erfreuen, im Kelp Forest herrscht dagegen ein grüner Stil vor und im Abyss kann man sich an der faszinierenden Schönheit der tiefen Gewässer erfreuen.

Technisch hinkt das Spiel leider manchmal. Es sieht zwar einwandfrei aus, dennoch fragt man sich, wie so ein Spiel einen 3GHz Dual Core Rechner mit 2GB Ram und einer GeForce 7950GT, auf welchem ich es gespielt habe, zum Ruckeln bringen kann. Dies passiert aber nur an 2 - 3 Stellen im gesamten Spiel.

Wer einen Breitbild oder TFT Monitor besitzt, wird leider auch etwas enttäuscht werden. Denn das Spiel unterstützt nur 4:3 Formate. Allerdings arbeiten die Entwickler fieberhaft daran, auch Unterstützung für 16:9 und 5:4 einzubauen.

 
 
Vor langen Schwimmwegen muss man übrigens keine Angst haben. In der gesamten Welt von Aquaria sind Reiseschildkröten verteilt, mit denen man schnell zwischen den Gebieten wechseln kann, in denen man bereits die Reiseschildkröte entdeckt hat. Einziger Nachteil der Schildkröten: man kann nicht direkt auswählen, wohin man will sondern muss die Schildkröte solange benutzen bis man im entsprechenden Gebiet angekommen ist.

Wer nach der sehr langen und kurzweiligen Spieldauer das Spiel endlich durch hat, der muss es nicht gleich deinstallieren. Denn im Spiel selbst ist ein Ingame Karteneditor enthalten, welchen man über das Mod Menü im Hauptmenü aufrufen kann. Damit kann man mit Naija durch die Gegend schwimmen und direkt im Spiel eigenen Karten erstellen. Wer jetzt noch ein bisschen Ahnung von der Skriptsprache lua besitzt, der kann im handumdrehen eigene Mods erstellen.

 

Fazit

Wer wegen dem Preis zögern sollte, der für ein Independent-Spiel doch etwas hoch ist, der sei beruhigt: Das Spiel wird seinem Preis gerecht. Wer die faszinierende Welt von Aquaria wirklich erkundet, wird über 20h unterwegs unterwegs sein. Und selbst wer sich hauptsächlich auf die Storyline konzentrieren wird, wird auch erst nach 16h den Abspann bewundern können.

All jene, welche von der Demo schon fasziniert waren, aber das Spiel irgendwie nur "ganz nett" fanden, denen kann ich persönlich trotzdem zur Vollversion raten. Denn nach der Demo-Gegend, welche 4 Gebiete umfasst, geht das Spiel erst richtig los. Die begehbaren Gebiete vervielfachen sich und man merkt, wie klein eigentlich die Gebiete aus der Demoversion waren. Außerdem zündet erst dann langsam die Story.

 

Systemvoraussetzungen

Windows 2000/XP/Vista, 1.8 Ghz, 256MB RAM, OpenGL kompatible Grafikkarte, 225MB Festplattenspeicher

 

Last Updated on Saturday, 25 April 2009 11:43
 
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