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Einleitung
Ein Virus hat den Rechner befallen! Was macht man da am besten? Klare Sache: Laser bereit machen, Granaten an den Gürtel, Raketenwerfer auf den Rücken schnallen und Luftschlag anfordern. Wie? Das ist nicht die übliche Vorgehensweise bei einer Virusinfektion? Seit Darwinia schon. Denn der Virus hat die virtuelle Welt, nach welcher auch das Spiel benannt ist, infiziert und man muss die Infektion zurückschlagen. Das Spiel
Das Spielprinzip von Darwinia ist sehr einfach. Man startet über Gesten, welche man im Task Manager des Spiels zeichnet, Programme wie zum Beispiel ein Squad. Dieses bewegt man dann mit der linken Maustaste durch die Landschaft, während man mit der rechten schießt. Wenn man einen Virus tötet, hinterlässt dieser eine Seele, welche man mit einem Ingenieur-Programm aufsammeln und zu einem Converter bringen lässt, wo aus der Seele ein Darwinianer gemacht wird. Die Converter muss man zuvor mit einem Ingenieur einnehmen. Die kleinen zweidimensionalen Gesellen sind die Bewohner von Darwinia, welches von dem Virus befallen wurde.  Die Darwinianer sind ein wichtiges Element des Spiels, denn in jeder Mission muss man entweder eine bestimmte Anzahl der kleinen grünen Gesellen in ein Gebiet bringen oder Geräte, wie zum Beispiel Solarkollektoren oder Minen, auf der Karte mit ihnen besetzen. Hier findet sich aber auch das größte Problem des Spiels: Man macht immer nur das Selbe. Man bildet ein Squad und einige Ingenieure aus, tötet die Viren, erschafft Darwinianer und schickt diese in ein bestimmtes Gebiet, wo sie entweder dumm herumstehen oder ein Gerät besetzen. Abwechslung findet man in dem Spiel auch nicht gerade bei der Landschaft. Diese passt zwar sehr gut zur Thematik des Spiels, jedoch wird in den verschiedenen Leveln praktisch nur die Farbe geändert. Dennoch sieht man in einigen Leveln auch grafische Highlights. Bei den Gegnern sieht das ganze schon besser aus. Allerdings hat man auch dort sehr schnell alle Gegnerarten gesehen. Die wahre Abwechslung des Spiels liegt in den neuen Programmen, welche man finden kann oder im Verlaufe der Story erhält. So kann man später seine Squads zum Beispiel mit einem Raketenwerfer ausrüsten.  Die Programme, wie zum Beispiel Squads, Ingenieure oder die Squadausrüstung, sind in jeweils drei Stufen verbesserbar. Allerdings kann man immer nur ein Programm auswählen, welches verbessert werden soll. Wählt man ein anderes aus bleibt die Entwicklung bei dem vorherigem Programm stehen und nur das neue wird weiterentwickelt. Einmal ausgewählt, wird das Programm automatisch weiterentwickelt, ohne dass der Spieler noch etwas unternehmen muss. Diese Weiterentwicklungen sind jedoch dringend notwendig. Während der Einsatz des Raketenwerfers auf v1.0 einem Selbstmord gleich kommt, ist er auf höheren Versionen eine sehr effektive Langstreckenwaffe. Eine Weiterentwicklung des Squads sorgt dafür, dass die Einheitenzahl steigt. Der Task Manager unterstützt auf höheren Versionen mehr gleichzeitig ausführbare Programme und die Darwinianer selbst erhalten Verteidigungsmöglichkeiten. Schwierigkeitsgrad
Der allgemeine Schwierigkeitsgrad des Spiels lässt zu wünschen übrig. Es ist eigentlich unmöglich zu verlieren. Man benötigt keine Ressourcen, um die Programme zu starten und die Einheiten erhalten keine Erfahrungspunkte. Daher bleiben bei einem Verlust Konsequenzen aus. Sollte man doch einmal feststecken, kann man das Gebiet im Menü zurücksetzen lassen. Bereits erledigte Ziele bleiben dabei erledigt. Außerdem weist die ohnehin kaum vorhandene Schwierigkeitskurve unerwartete Wendungen auf. So ist das letzte Level quasi das einfachste, da man dort nicht einmal die Darwinianer benötigt, um es zu schaffen. Grafik
Die Grafik erinnert vom Stil her an Tron. Die Landschaften sind in den verschiedenen Tönen einer Farbe gefärbt und von leichten Linien durchzogen. Bäume sehen aus wie Hologramme, die zweidimensionalen Gegner leuchten auf und verschwinden, wenn man sie erledigt und die dreidimensionalen Gegner zerbersten in Pixeln, sobald man sie besiegt. Die Explosionen sehen etwas realistischer aus, fügen sich jedoch perfekt in die abstrakte Welt ein. Und wenn man mit einem Squad gegen die sich immer in der Überzahl befindlichen Viren unter Einsatz von Explosivstoffen kämpft, könnte kaum mehr auf dem Bildschirm los sein. 
Die Systemanforderungen findet ihr wieder am Ende des Testes. Fazit
Wie schon mit Uplink greift Introversion auch bei Darwinia ein Thema auf, welches noch nicht in diversen Videospielen ausgeschlachtet wurde: Was wäre, wenn man eine Art Matrix erschüfe in der eine kreative künstliche Intelligenz lebt und einen selbst als Gott verehrt? Was für Auswirkungen hätte ein Virus in dieser Welt? Modder werden sich übrigens freuen: Wer das Spiel durchspielt, der schaltet einen Karteneditor frei, mit dem man eigene Karten und Mods erstellen kann. Wenn man also etwas gegen die, sich auf Dauer stark bemerkbar machende, Monotonität tun will, so wird das mit diesem Abschlussbonus möglich. Systemvoraussetzungen: Empfohlene Voraussetzungen: Windows 98/Me/2000/XP, 600 MHz-CPU, 128 MB RAM, DX7-basierte Grafikkarte
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