Multiwinia
 
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Multiwinia PDF Print E-mail
Written by Keksus   
Tuesday, 21 April 2009 19:53

 

Einleitung

Wer bereits Darwinia kennt, dem wird die Welt aus Multiwinia bekannt vorkommen. Jedoch kämpft man bei Multiwinia nicht gegen Viren, sondern hauptsächlich gegen feindliche Darwinianer. So wurde das bereits einfache Spielprinzip aus Darwinia nun im Groben auf das Befehligen der Darwinianer beschränkt. Doch konzentriert sich das Spiel allein auf den Mehrspielermodus gegen bis zu 4 Spieler oder der KI. So gibt es eine Vielzahl sehr unterschiedlicher, interessanter und spannender Spielmodi.

 

Das Spiel

Darwinianer werden aus Brutstätten in regelmäßigen zeitlichen Abständen erschaffen und können anschließend Objekte wie Brutstätten oder Kontrollpunkte erobern und mithilfe von Lasern und Granaten feindliche Darwinianer angreifen. So werden sie mit einem Mausklick in einem wachsenden Radius ausgewählt und anschließend zu Zielen gesendet. Auch kann man Darwinianer beliebig zu Offizieren befördern um seine Truppen zu formieren oder Wegpunkte für die Darwinianer zu setzen, welche sich in der Nähe des jeweiligen Offiziers aufhalten. Diese Taktik scheint, auch sehr übermächtig zu sein und das formieren der Truppen bietet eigentlich nur Nachteile. Zum Beispiel wird der Überlebensinstinkt der Darwinianer ausgeschaltet, wenn man sie formiert. Sie rennen dann nicht mehr vor Granaten davon und werden sie leicht von einer ungeordneten Truppe überrannt.

 

Zudem können Darwinianer Powerups einsammeln, die bestimmte Fähigkeiten und Aktionen beinhalten, um den Kampf gegen die feindlichen Darwinianer zu unterstützen. Dazu gehören etwa Luftangriffe, bereits bekannte Squads aus Darwinia, die man einsetzen kann, Atomschläge (Defcon lässt grüßen), Gewehrtürme welche effektiv ganze Armeen von Darwinianern aufhalten, Viren die man aussetzt um dem Feind das Leben schwer zu machen oder zeitlich limitierte Upgrades für seine Darwinianer. Diese Powerups können entweder zufällig in der Landschaft erscheinen oder werden vorzugsweise bei dem derzeit schwächeren Spieler erscheinen. Zudem gibt es Panzer, mit denen man bis zu 100 Darwinianer auch über, normalerweise unbegehbares, Terrain transportieren kann. Dies ist besonders auf Karten wichtig, auf denen man Punkte auf Inseln einnehmen muss.

Obwohl das Kernstück des Spiels der Multiplayermodus ist kann man diesen fast nur noch nutzen, wenn man sich zum Spielen verabredet. Denn in der Lobby herrscht eine Stimmung wie nach einem Atomkrieg. Auf keinem Server findet sich auch nur 1 Spieler.

Einige Leute zum Spielen zu finden sollte jedoch nicht allzuschwer sein. Denn mit der Demo von Multiwinia kann man jedem offenem Spiel beitreten und hat keinerlei spielerische Einschränkungen, nur selbst Hosten ist mit der Demoversion nicht möglich.

 

Spielmodi

Soweit ist das Spielprinzip nicht allzu komplex und abwechslungsreich. Die Abwechslung entsteht hierbei eher aus den 6 unterschiedlichen Spielmodi, die in 3 unterschiedliche Stufen der Taktiktiefe eingeteilt sind.

Die einfachsten sind dabei „Vorherrschaft“ und „Hügelkönig“, die sich recht ähnlich sind. Während es bei „Vorherrschaft“ darum geht, recht viele Brutstätten einzunehmen um Punkte zu bekommen oder gar alle Truppen des Feinds zu vernichten, kämpft man in „Hügelkönig“ um verschiedene Kontrollzonen, welche man besetzt um Punkte für den Sieg zu erlangen. Kämpfen 2 Feinde zugleich um einen Kontrollpunkt geht dessen Besitz an den Spieler mit der Mehrzahl an Darwinianern in dem Gebiet. Bei diesen Spielmodi kommt jedoch auch eine Schwäche des Spiels zum Vorschein: Wenn ein Spieler mehr Brutstätten besitzt als der andere, so hat dieser einen großen Vorteil, welcher sich nur schwer und manchmal gar nicht ausgleichen lässt.
 
 
 
Weitere Spielmodi der Stufe 2 sind „Schnapp dir die Statue“ und „Sturmangriff“. Ziel in „Schnapp dir die Statue“ ist es, bestimmte Statuen in seinen eigenen Bereich mithilfe der Darwinianer zu bringen um je Statue einen Punkt zu erhalten. Um zu gewinnen behindert man den Feind in seinem Vorgehen und fängt etwa seine Statuen auf dem Weg zu seiner Basis ab, um sie selbst zu bekommen. Jedoch funktioniert es auch einfach die feindliche Basis zu überrennen, wodurch der eigentliche Spielmodus in den Hintergrund rückt. Dies hätte einfahch verhindert erden können, wären die Hauptbasen beider Spieler uneinnehmbar. So muss man nur sämtliche Einheiten zum Gegner schicken und hat gewonnen, während der Gegner einen nur noch mit, zwar nervigen aber zu diesem Zeitpunkt nutzlosen, Spezialfähigkeiten nerven kann, welche er gratis erhält sobald er keine Basis mehr hat.
 
„Sturmangriff“ entspricht einer Belagerung mit 2 Teams, den Angreifern und den Verteidigern. Dabei besitzen die Verteidiger eine Massenvernichtungswaffe, die sie mit einer Vielzahl von Geschütztürmen und Darwinianern, die jedoch limitiert sind, beschützen müssen. Dagegen bekommen die Angreifer regelmäßig Verstärkung um schließlich die Verteidigungsstellungen zu überwinden und den Einsatz der Massenvernichtungswaffe zu verhindern. Auf einigen Sturmangriffkarten gibt es zudem Wandsprenger, mobile Sprengkörper, mit denen man Verteidigungsmauern zerstören kann.
 
 
 
Die komplexesten Spielmodi sind „Raketenrevolte“ und „Blitzkrieg“. „Raketenrevolte“ besteht dabei aus 3 Aufgaben, die jeder zu erfüllen hat, um zu gewinnen. Die eigene Rakete aufzutanken, sie mit Darwinianern zu füllen und schließlich bis zum Start zu beschützen. Indem man mehr Solarzellen erobert, kann man die Rakete schneller auftanken und so versucht man möglichst auch feindliche Solarzellen zu erobern um den Feind weiter zu schwächen.

Der Modus „Blitzkrieg“ beinhaltet das Erobern von Flaggen und speziell die des Feindes, um ihn zu besiegen, ähnlich wie in der Battlefieldreihe oder dem Onslaught Modus von Unreal Tournament 2004. So muss man eine Verbindung von seiner Flagge zum Feind mithilfe der auf der Karte verteilten Flaggen aufbauen und schließlich seine Flagge einnehmen um ihn auszuschalten. Dies kann man verhindern indem man etwa die Kette unterbricht und eine Flagge des Gegners dazwischen erobert. Bleiben alle Spieler bis hin zum Ende bestehen entscheidet die Anzahl der gehaltenen Flaggen zum Sieg.

Dazu sind in vielen Spielmodi weitere Brutstätten in der Landschaft verteilt, die man einnimmt um mehr Verstärkung zu erhalten. Die Anzahl der möglichen Spieler (2 bis 4) ist dabei von der Spielkarte abhängig. Die Spielzeit je Karte beträgt je nach Einstellung 5 bis 10 Minuten kann aber auch 1 Stunde andauern. Dabei entscheiden entweder die erhaltenen Punkte oder das Ausschalten der feindlichen Darwinianer über Sieg.

Mit den offiziellen Patches wurde auch der Umfang des Spiels etwas angehoben. Denn mit diesen wurden neue Karten für die einzelnen Spielmodi veröffentlicht, von denen einige auch ein Umdenken der Strategie erfordern und so auch gegen die, sonst eher einfach zu schlagende, KI wieder für Spielspaß sorgen.

 

Grafik

Die Spielgrafik ist wie aus Darwinia bekannt sehr einfach und bunt gehalten und so ist durch bunte Laser, Effekte, leuchtende Objekte, Explosionen und wuselnden 2D Darwinianern immer Bewegung im Spiel.
Die Schwierigkeit gegen die KI ist jedoch selbst auf schwer nicht sehr herausfordernd und ist so hauptsächlich zum Einspielen oder Training geeignet. Dagegen findet man auch einige Spieler im Internet, gegen die es nicht so ganz einfach ist und man sich auch mal neue Taktiken einfallen lassen muss, um zu gewinnen.

 

Die Hardwareanforderungen findet ihr wieder am Ende des Testes.

 

Fazit

So ist Multiwinia zwar kein sehr komplexes Spiel aber dennoch ist es sehr spaßig im Mehrspieler und zudem durch das unverbrauchte Szenario und den sehr eigenen Grafikstil eine Abwechslung zu anderen gewöhnlichen Spielen. Leider ist es zum Teil auch ein Selbstläufer, vor allem gegen weniger erfahrene Spieler, da man oftmals nur Wegpunkte mit Offizieren setzen muss und der Rest von alleine abläuft. Es bleibt abzuwarten ob die Entwickler diese Schwäche noch mit Patches beheben können.

 

Systemvoraussetzungen

Windows XP oder Vista, 2.0 GHz CPU, 512 MB RAM, GeForce 6200 oder RADEON 9600 Serien, 64 MB freier Festplattenspeicher

 

Last Updated on Friday, 01 May 2009 05:43
 
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